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Industrial Internet of Things

Fachkräftemangel und Sicherheitsbedenken bremsen Fortschritt

15.01.2026

Viele Unternehmen wollen mit dem Industrial Internet of Things (IIoT) Fertigungs- und Industrieprozesse beschleunigen. Der Reifegrad der IIoT-Projekte ist laut einer gemeinsamen Studie von Fachmagazinen und IT-Anbietern aber noch eher niedrig und viele Firmen kämpfen mit strukturellen Hürden.

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Eine gemeinsame Studie von den Fachmagazinen CIO, CSO und Computerwoche, in Zusammenarbeit mit den IT-Unternehmen A1 Digital und Avanade hat untersucht, wie weit Unternehmen bei der Einführung von IIoT-Lösungen bereits sind und welche Herausforderungen sie dabei bewältigen müssen. Grafik: A1 Digital

Das Industrial Internet of Things (IIoT) gewinnt in der Industrie zunehmend an Relevanz – doch der Durchbruch bleibt aus. Das bestätigt die Studie Industrial IoT 2025, die gemeinsam von den Fachmagazinen CIO, CSO und Computerwoche sowie den IT-Anbietern A1 Digital und Avanade erstellt wurde. Für die Untersuchung wurden 315 IT‑ und Produktionsverantwortliche aus der DACH‑Region befragt.

Laut der Studie setzen etwas mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen bereits IIoT‑Lösungen im Betrieb ein. Davon geben jedoch nur 9 % an, einen breiten Roll‑out abgeschlossen zu haben, während die Mehrheit der Firmen noch an Strategien arbeitet oder sich in frühen Pilotphasen befindet. Vor allem große Unternehmen sind weiter: 28 % von ihnen befinden sich laut eigener Angaben bereits in der Roll‑out‑Phase.

Warum IIoT-Projekte stocken: Personalengpässe, Sicherheit, Integration

Die Studie zeigt eindeutig, warum IIoT Initiativen nur langsam skalieren. Als wichtigste Hemmnisse wurden hierbei identifiziert: 

  • Fachkräftemangel (41 %)
  • Sicherheits‑ und Datenschutzbedenken (40 %)
  • Hohe Investitionskosten (36 %)
  • Komplexe Integration in bestehende Systeme (35 %)

Die Studie zeigt zudem, dass die Zuständigkeit für IIoT Projekte überwiegend in der IT liegen (bei 60 % der Befragten), während Produktionsbereiche (also die operative Technologie) wenig Verantwortung tragen. Viele Unternehmen schaffen es aktuell nicht, aus IIoT neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, so die Studie. Kurzfristig dominiere daher die reine Prozessoptimierung – eine Entwicklung, die Branchenexperten langfristig kritisch sehen. Nur 24 % der Unternehmen sehen Experten aus dem Produktions- und Fertigungsbereich in der Verantwortung für die IIoT-Strategie.

Automatisierung bleibt wichtigster Anwendungsfall

IIoT sorgt in der Praxis vor allem für Effizienzgewinne und Qualitätsverbesserungen. Der häufigste Einsatzbereich von IIoT bleibt die Produktionsautomatisierung (53 %), gefolgt von Predictive Maintenance (45 %) sowie Supply Chain  und Logistik Anwendungen (44 %). Unternehmen versprechen sich davon vor allem Effizienzgewinne: 57 % berichten bereits von einer gesteigerten Produktionseffizienz, 41 % von höherer Produktqualität. Neue Geschäftsmodelle spielen hingegen nur eine geringe Rolle.

Unternehmen erhoffen sich durch den Einsatz von IIoT-Lösungen folgende Vorteile:

  • 57 %: Höhere Produktionseffizienz
  • 41 %: Bessere Produktqualität
  • Je rund 1/3: Weniger Ausfallzeiten, niedrigere Betriebskosten, verbessertes Energiemanagement

Investitionsbereitschaft steigt deutlich – Fokus auf KI, Konnektivität und Security

Die Unternehmen planen trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten klar steigende Budgets für IIoT Projekte: Rund die Hälfte der befragten Unternehmen will ihre Investitionen stark erhöhen. Zwei Drittel besitzen bereits dedizierte IIoT Budgets. Im Fokus stehen dabei moderne Konnektivität (Wifi 6, 5G, LoRa, NB IoT), künstliche Intelligenz (KI-) und Machine-Learning-Technologien sowie Security Lösungen. Zwei Drittel der Unternehmen verfügen bereits über dedizierte IIoT Budgets – bei großen Unternehmen sind es sogar 76 %. Obwohl sich 65 % der Unternehmen intern als kompetent oder expertenhaft im Umgang mit IIoT einschätzen, holen sich drei Viertel externe Unterstützung – vor allem für Strategieentwicklung und Implementierung.

IIoT Plattformen: Zwischen Vielfalt, Standardisierung und zunehmender Konvergenz

Ein weiterer zentraler Befund der Studie betrifft den Einsatz von IIoT Plattformen. Der Markt ist laut der Befragung fragmentiert: 44 % der Unternehmen betreiben mehrere voneinander unabhängige Plattformen parallel, während 41 % auf eine zentrale universelle IIoT Plattform setzen. Nur 12 % nutzen eine heterogene, aber vollständig vernetzte Landschaft. Auffällig ist der hohe Anteil an Hyperscaler Lösungen – 55 % arbeiten mit Plattformen wie Microsoft Azure, AWS oder Google Cloud, weitere 47 % nutzen industrieorientierte Systeme wie Siemens Mindsphere oder die Bosch IoT-Suite. Auch spezialisierte Anbieter (41 %) und Telekommunikationsplattformen (26 %) spielen eine signifikante Rolle. 

Die zunehmende IT/OT Konvergenz treibt dabei die Notwendigkeit voran, Daten aus Maschinen, Produktionssystemen, Cloud Services und Enterprise IT in ein gemeinsames Ökosystem einzubinden. Laut Studie setzen deshalb 56 % der Unternehmen auf standardisierte IIoT Schnittstellen (wie OPC UA, MQTT), um Kompatibilitätsprobleme zu reduzieren und die Integration in ERP , CRM  und MES Systeme zu erleichtern. Gerade große Unternehmen profitieren hier: Sie erreichen über alle IIoT Teildisziplinen hinweg den höchsten Reifegrad – insbesondere bei Datenstrategien, der Vernetzung von Maschinen und der software basierten Integration. (nu)

Die vollständige Studie finden Sie hier zum Download.

Mehr Informationen

A1 Digital Deutschland GmbH ist ein 2017 gegründetes Technologieunternehmen und Teil der österreichischen A1 Telekom Austria Group (América Móvil), das sich auf digitale Transformation für Unternehmen spezialisiert hat und Services in den Bereichen Cloud, IoT, Konnektivität, Sicherheit und Managed Services anbietet, um Firmen bei der Digitalisierung zu unterstützen und eine souveräne digitale Zukunft zu gestalten. Es fungiert als agiler, international agierender IT-Partner mit Fokus auf Innovation und Digitalisierungsinfrastruktur. 

Weitere Informationen sind auf der Website zu finden.