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Marktstudie

So veränderte sich die industrielle Kommunikation 2025

10.02.2026

Neuere Technologien wie OPC UA und Single Pair Ethernet gewinnen im Maschinenbau zunehmend an Bedeutung – auch für die Zukunft wird weiteres Wachstum erwartet. Deutlich hinter den Erwartungen bleibt TSN, das sich weniger verbreitet hat als noch vor fünf Jahren prognostiziert.

Die globale Marktgröße für industrielle Kommunikation wurde 2025 auf 23,94 Mrd. US-Dollar geschätzt. Laut Fortune Business Insights soll der Markt von 25,36 Mrd. US-Dollar in 2026 auf 40,14 Mrd. US-Dollar in 2034 wachsen, was einer jährlichen Wachstumsrate von 5,91 % entspricht.

Die neue Ausgabe der unabhängigen Marktstudie „Industrielle Kommunikation / Industrie 4.0“ ist erschienen. Sie wird von Diplom‑Betriebswirtin Michaela Rothhöft, wissenschaftlicher Mitarbeiterin der Fachhochschule Südwestfalen, in Zusammenarbeit mit dem VDMA Elektrische Automation durchgeführt. Im Rahmen der Wiederholung von Studien aus den Jahren 2013, 2017 und 2020 gaben 2025 deutschlandweit fast 300 Maschinenbauunternehmen Auskunft über das Einsatzverhalten und über zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Kommunikationstechnologien und Industrie 4.0.

Ethernet-Protokolle sind der Standard

Ethernet-Protokolle sind der Standard
Einsatz von Ethernet-Protokollen gemäß der Marktstudie 2025 zur industriellen Kommunikation. Bild: Michaela Rothhöft/Marktstudien der Automatisierungstechnik

OPC UA entwickelt sich immer mehr zum Kommunikationsstandard. Während die Technologie 2017 erst bei jedem vierten Maschinenbauer zum Einsatz kam, setzen heute bereits zwei Drittel darauf – weitere Unternehmen planen den Einsatz für die Zukunft. Single Pair Ethernet ist aktuell noch wenig verbreitet, wird jedoch von jedem fünften Unternehmen laut der Studie eingeplant. Auffällig ist: Für über ein Drittel der Maschinenbauer ist die Technologie bislang unbekannt, was auf weiteres Wachstumspotenzial hindeutet.

Im Maschinenbau ist Industrial Ethernet heute nahezu flächendeckend etabliert – lediglich 1 % der Unternehmen verzichtet noch darauf. Profinet bleibt die am weitesten verbreitete Lösung, und nur wenige rechnen mit einem Rückgang. Für Ethercat wird hingegen ein steigendes Einsatzvolumen erwartet. Im Bereich der funktionalen Sicherheit dominiert zukünftig Profisafe, mit großem Abstand vor IO-Link Safety.

Maschinenbau setzt auf Cloud-Anbindung und IT-Integration

Planungen der Hersteller zur Cloud-Anbindung ihrer Maschinen. Bild: Michaela Rothhöft/Marktstudien der Automatisierungstechnik
Planungen der Hersteller zur Cloud-Anbindung ihrer Maschinen. Bild: Michaela Rothhöft/Marktstudien der Automatisierungstechnik

Die Verzahnung von Automatisierungs- und IT-Netzen schreitet weiter voran: Mehr als 90 % der Maschinenbauer benötigen künftig sogenannte Industrie‑4.0‑Funktionalitäten aus dem Automatisierungsnetz. Im Fokus stehen dabei vor allem:

  • Plug & Play
  • einheitliche Datenmodelle
  • Condition Monitoring
  • Predictive Maintenance

Rund zwei Drittel der Unternehmen gehen zudem von einer zukünftigen Cloud-Anbindung ihrer Maschinen aus. Primärer technologischer Enabler bleibt dabei OPC UA.

Mit der zunehmenden Vernetzung steigen auch die Anforderungen an die Security. Auffällig ist jedoch, dass fast zwei Drittel der befragten Maschinenbauer das für sie erforderliche Security-Level noch nicht kennen. (nu)

Ausführliche Ergebnisse der Marktstudie (kostenpflichtig) finden Sie unter: https://www.marktstudien.org/marktstudien/marktstudie-industrielle-kommunikation/