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Internet der Dinge

KI erkennt neuartige Cyberangriffe auf Geräte

20.05.2024

Alltagsgeräte sind immer häufiger in das Internet der Dinge eingebunden und somit via Internet mit der Welt vernetzt. Das birgt Gefahren für Cyberangriffe. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsteam DÏoT hat ein neuartiges selbstlernendes KI-System entwickelt, das Angriffe erkennen kann.

Immer mehr Geräte sind mit dem Internet oder anderen IT-Netzwerken verbunden. Diese IoT-Geräte werden zunehmend in Haushalten, intelligenten Fabriken und Stadtinfrastrukturen eingesetzt und immer öfter auch angegriffen. Laut einer Studie des US-IT-Sicherheitsanbieters Zscaler stieg die Anzahl der IoT-Angriffe im vergangenen Jahr um 400 %. Solche Angriffe können zu Produktionsausfällen, Störungen oder dem Verlust vertraulicher Daten führen.

Gefahr für das Internet der Dinge

Dieser Herausforderung nimmt sich das Gründerteam mit seiner Lösung DÏoT (Defending IoT Networks) an. DÏoT ist ein neuartiges selbstlernendes, verteiltes System, das Künstliche Intelligenz nutzt, um die Angriffe zu erkennen. Installiert wird die Lösung auf Netzwerk-Geräten wie WLAN-Routern oder IoT-Hubs. Im Gegensatz zu aktuell erhältlichen Lösungen arbeitet DÏoT autonom und erfordert keine langwierige manuelle Einrichtungsphase, heißt es. Außerdem kann DïoT neue und unbekannte Angriffe (Zero-Day-Angriffe) erkennen. Das System entwickelt eine Sicherheitslösung zum Schutz von Geräten und Netzwerken in verschiedenen Anwendungsszenarien, in denen IoT-Geräte zunehmend eingesetzt werden, beispielsweise Smart Homes, Smart Cities (beispielsweise Smart Traffic, Smart Grid oder Smart Buildings) sowie industrielle IoT-Installationen mit IoT-Einheiten in ihren Edge-Netzwerken.

Im Januar 2024 erhielt DÏoT eine Förderung in Höhe von 700.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des StartupSecure-Programms. Diese Förderung ermöglicht es dem Team, DÏoT-Technologien weiterzuentwickeln, zu demonstrieren und in der Anwendung zu testen. Hinter dem Ausgründungsvorhaben steht ein Team aus Forschenden des System Security Labs an der TU Darmstadt. Thien Duc Nguyen wird das Projektvorhaben und die spätere Ausgründung leiten. Er ist derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter und promoviert im Bereich Sicherheit für IoT-Sicherheit. Unterstützt wird er von Phillip Rieger, Spezialist für KI-Algorithmen, der ebenfalls promoviert. Prof. Markus Miettinen, Professor für IT-Sicherheit und Programmierung an der Frankfurt University of Applied Sciences, und Prof. Dr.-Ing Ahmad-Reza Sadeghi, Professor für Informatik an der TU Darmstadt und Leiter des System Security Lab, haben die Lösung mitentwickelt und stehen dem Ausgründungsvorhaben beratend zur Seite. (nu)

Über das Förderprogramm StartUpSecure
Das Förderprogramm StartUpSecure des BMBF unterstützt innovative Projekte aus dem Bereich IT-Sicherheit mit finanziellen Mitteln für zwei Förderphasen. Ziel der ersten Entwicklungsphase ist es, die technische Umsetzbarkeit einer Gründungsidee auszubauen und die wirtschaftliche Anschlussfähigkeit herauszustellen. In der zweiten Phase stehen die Markteinführung des Produkts oder der Dienstleistung im Vordergrund. Hier geht es unter anderem um die Ausarbeitung einer Strategie für eine erfolgreiche Marktetablierung des entwickelten Produktes. Der Gründungsinkubator StartUpSecure | ATHENE fungiert als Ansprechpartner bei allen Belangen rund um das Förderprogramm und hilft beispielsweise bei der Antragsstellung.

Über StartUpSecure | ATHENE
Der Gründungsinkubator StartUpSecure | ATHENE am Nationalen Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit ATHENE fördert deutschlandweit die Entwicklung von Ideen im Bereich Cybersicherheit. Das Team, ansässig am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT und an der Technischen Universität Darmstadt, unterstützt (potenzielle) Gründerinnen und Gründer, die beispielsweise aus dem Studium oder der Wissenschaft innovative IT-Sicherheitslösungen entwickeln und diese zu marktreifen Produkten weiterentwickeln möchten. StartUpSecure | ATHENE bietet ein breites Spektrum von Unterstützungsangeboten mit spezifischem Bezug zur Cybersicherheit. Dabei arbeitet der Gründungsinkubator unter anderem eng zusammen mit dem Digital Hub Cybersecurity am ATHENE und dem Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST der Technischen Universität Darmstadt.

Weitere Infos zu DÏoT gibt es auf der BMBF-Webseite unter: https://www.forschung-it-sicherheit-kommunikationssysteme.de/projekte/diot